„Das Schwierige ist nicht, Dinge zu machen, sondern die Bedingungen zu schaffen, untern denen man auf die Dinge verzichten kann.“

Frei nach Constantin Brancusi

brettmessertuch

produktfasten

Das erste marktfähige Produkt von Kurt Friedrich und Axel Ricker entstand 1994 aus einem studentischen Projekt mit dem Thema „produktivsten“. Daraus entwickelte sich das Kücheneinsteigerset „brettmessertuch“. Die Zusammenstellung der Gegenstände fordert den Benutzer dazu auf, Alltägliches genauer zu betrachten und bewusster zu erfahren. Eigene Experimente in der Küche werden durch die Einfachheit der Gegenstände gefördert. Anregungen zu dieser Denk- und Lebensweise werden in zwei Heften gegeben, die das Brett, das Messer und das Tuch begleiten. Das Heft mit dem Titel „brettmessertuch“ beinhaltet Themen, die den Lebensraum Küche und das Kochen in unterschiedlichster Weise betreffen. Man findet sowohl einfache Kochrezepte als auch ein Gedicht von Ernst Jandl zum Thema Essen. Im zweiten Heft „produktivsten“ entdeckt man Texte und Stellungnahmen von Literaten und Fachleuten, die sich mit dem Thema beschäftigt haben, sowie einige Artikel von namhaften Autoren, die wir zur Mitarbeit bewegen konnten.

„brettmessertuch“ ist heute aktueller denn je. Der vor der Jahrtausendwende noch vorherrschende Hedonismus der technikgläubigen Spaßgesellschaft verwandelt sich gerade in ein Life of Health and Sustainability. Wir haben uns viele der Vorstellungen aus der „brettmessertuch“-Ära erhalten. Aktuell suchen die Konsumenten erneut nach Haltung, Orientierung und Sicherheit. Es reicht nicht nur der schöne Schein, sondern die Menschen suchen wieder nach Inhalten, nach einem Dialog, der auf sie zugeht, der sie ernst nimmt, der sie als Partner versteht.

„brettmessertuch“ ist 1996 in einer Auflage von 500 Exemplaren im Verlag Teunen & Teunen, Geisenheim erschienen.